YOU SAVED ME ONCE PLEASE SAVE ME ONCE AGAIN.
written by Adriana
05.03.2016, 12:50
Der Regen prasselte auf das Auto nieder, hämmerte in gleichmäßigem Rhythmus gegen die Scheiben und Linea war froh darüber im trocknen Sitzen zu können. Nachdenklich blickte sie erst eine Weile aus der Frontscheibe, dann irgendwann aus dem Seitenfenster. Bis sie Jacob nach einiger Zeit die entsprechende Frage gestellt hatte. Es interessierte sie ehrlich, wieso er in Auckland eine Wohnung hatte, denn auch wenn sie nach dem Ende ihrer Beziehung kaum oder gar nicht miteinandergesprochen hatten, war Jacob ihr nie egal gewesen. Jedenfalls nicht vollkommen. Sie war keine Stalkerin, hatte ihre eigenen Probleme, Sorgen und Freuden gehabt, aber es wäre gelogen gewesen, zu sagen, er wäre ihr vollkommen und für immer egal gewesen.
„Ah,okay.“, warf sie ein und nickte dann. Irgendwie tat er ihr wirklich leid. Sie wusste nicht was aktuell vorgefallen war, aber sie glaubte zu wissen dass er nicht mehr mit Mika zusammen war, ansonsten wäre er nie bei ihr aufgetaucht- glaubte sie zu wissen. Dass es mit seinem Geschäft nicht zum Guten stand, das hatte sie in der Zeitung gelesen, die Schlagzeile hatte man auf der Titelseite ja nicht überlesen können. „Das tut mir leid“, sagte sie und sah ihn schuldbewusst an. „Alles, meine ich. Deine Agentur war dir immer so wichtig und das ausgerechnet Richard…also es tut mir wirklich leid“, sie griff nach seiner rechten Hand die auf dem Schaltknüppel ruhte und auf dem Highway nicht gebraucht wurde. Es tat Linea schon fast weh Jacob niedergeschlagen und melancholisch zu sehen. Genau das war es dann, was sie dann innerlich noch einmal überzeugte, dass es genau das richtige war, was sie hier in begriff waren zu tun. Sie brauchten beide Abstand und jemanden der sie auffing, egal auf welche Weise.
„Auch wenn ich weiß, dass das gemein ist, ich habe mir nie gewünscht, dass das mit uns nie passiert wäre- aber dieses Video. Das hätte ich gern Rückgängig gemacht“. Linea war nie der Typ gewesen der offen über irgendetwas gesprochen hatte, wahrscheinlich war das etwas überraschend für Jacob (ihr selbst fiel das nicht auf, aber die kleine Pille begann auch schon fleißig zu wirken). Sie lächelte vorsichtig, nahm seine Hand vorsichtig vom Schaltknüppel und war eine Sekunde lang versucht seine Hand auf ihren Oberschenkel zu legen um ihn irgendwie abzulenken, ließ es dann aber bleiben. Sie war eben immer noch Linea und nicht irgendeine notgeile Tussi.„Aber wer weiß, diese Wohnung war vielleicht doch eine gute Investition“, nicht, dass sie auch nur ansatzweise etwas von sowas verstand. „Mit etwas Abstand und Ablenkung von zu Hause geht´s dir gleich besser…und mir auch.“
Wieder lehnte sie sich im Sitz zurück, streckte die Beine aus und stellte ihre Handtasche zwischen ihre Füße. Die Fahrt dauerte lange. Sehr lange und irgendwann war Linea sogar eingeschlafen. Erst als sie den Stadtrand von Auckland erreichten, wurde sie durch die vielen Lichter langsam aber sicher wach. Der Regen hatte nicht aufgehört, war aber deutlich weniger geworden. Müde blinzelte sie, strich sich dann die Haare aus der Stirn und sah zur Jacob, der die ganze Zeit durchgefahren war. Anscheinend war sie gerade rechtzeitig wach geworden, denn sie bogen dann auch schon in eine Tiefgarage. Wie lange hatte sie geschlafen? 2 oder 3 Stunden mussten es mindestens gewesen sein, denn sie fühlte sich großartig und mit einem Schlag hellwach! Kurz klappte sie die Sonnenblende hinunter, betrachtete sich im Spiegel und war erstaunt, dass sie gar nicht so kaputt aussah, trotz der anstrengenden Fahrt und der letzten, harten Nacht. Mal von der Zeit in der Klinik abgesehen. Als Jacob das Auto dann geparkt hatte, löste sie den Sicherheitsgurt und schnappte sich ihre Handtasche. Sie war ein wenig aufgeregt, hatte sie immerhin keine Ahnung wie die kleine Wohnung war und was sie überhaupt jetzt alles erwarten würde. Unsicher warf sie Jacob einen Blick zu. Ablenkung, das war das hier auf jeden Fall.
„Ah,okay.“, warf sie ein und nickte dann. Irgendwie tat er ihr wirklich leid. Sie wusste nicht was aktuell vorgefallen war, aber sie glaubte zu wissen dass er nicht mehr mit Mika zusammen war, ansonsten wäre er nie bei ihr aufgetaucht- glaubte sie zu wissen. Dass es mit seinem Geschäft nicht zum Guten stand, das hatte sie in der Zeitung gelesen, die Schlagzeile hatte man auf der Titelseite ja nicht überlesen können. „Das tut mir leid“, sagte sie und sah ihn schuldbewusst an. „Alles, meine ich. Deine Agentur war dir immer so wichtig und das ausgerechnet Richard…also es tut mir wirklich leid“, sie griff nach seiner rechten Hand die auf dem Schaltknüppel ruhte und auf dem Highway nicht gebraucht wurde. Es tat Linea schon fast weh Jacob niedergeschlagen und melancholisch zu sehen. Genau das war es dann, was sie dann innerlich noch einmal überzeugte, dass es genau das richtige war, was sie hier in begriff waren zu tun. Sie brauchten beide Abstand und jemanden der sie auffing, egal auf welche Weise.
„Auch wenn ich weiß, dass das gemein ist, ich habe mir nie gewünscht, dass das mit uns nie passiert wäre- aber dieses Video. Das hätte ich gern Rückgängig gemacht“. Linea war nie der Typ gewesen der offen über irgendetwas gesprochen hatte, wahrscheinlich war das etwas überraschend für Jacob (ihr selbst fiel das nicht auf, aber die kleine Pille begann auch schon fleißig zu wirken). Sie lächelte vorsichtig, nahm seine Hand vorsichtig vom Schaltknüppel und war eine Sekunde lang versucht seine Hand auf ihren Oberschenkel zu legen um ihn irgendwie abzulenken, ließ es dann aber bleiben. Sie war eben immer noch Linea und nicht irgendeine notgeile Tussi.„Aber wer weiß, diese Wohnung war vielleicht doch eine gute Investition“, nicht, dass sie auch nur ansatzweise etwas von sowas verstand. „Mit etwas Abstand und Ablenkung von zu Hause geht´s dir gleich besser…und mir auch.“
Wieder lehnte sie sich im Sitz zurück, streckte die Beine aus und stellte ihre Handtasche zwischen ihre Füße. Die Fahrt dauerte lange. Sehr lange und irgendwann war Linea sogar eingeschlafen. Erst als sie den Stadtrand von Auckland erreichten, wurde sie durch die vielen Lichter langsam aber sicher wach. Der Regen hatte nicht aufgehört, war aber deutlich weniger geworden. Müde blinzelte sie, strich sich dann die Haare aus der Stirn und sah zur Jacob, der die ganze Zeit durchgefahren war. Anscheinend war sie gerade rechtzeitig wach geworden, denn sie bogen dann auch schon in eine Tiefgarage. Wie lange hatte sie geschlafen? 2 oder 3 Stunden mussten es mindestens gewesen sein, denn sie fühlte sich großartig und mit einem Schlag hellwach! Kurz klappte sie die Sonnenblende hinunter, betrachtete sich im Spiegel und war erstaunt, dass sie gar nicht so kaputt aussah, trotz der anstrengenden Fahrt und der letzten, harten Nacht. Mal von der Zeit in der Klinik abgesehen. Als Jacob das Auto dann geparkt hatte, löste sie den Sicherheitsgurt und schnappte sich ihre Handtasche. Sie war ein wenig aufgeregt, hatte sie immerhin keine Ahnung wie die kleine Wohnung war und was sie überhaupt jetzt alles erwarten würde. Unsicher warf sie Jacob einen Blick zu. Ablenkung, das war das hier auf jeden Fall.
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