* Jacob Gideon
written by
22.02.2016, 16:12
Das Linea so, ohne die Gegensprechanlage zu benutzen, die Tür öffnete, kam JJ in seinem Zustand nicht einmal seltsam vor. Er drückte mit seinem ganzen Körpergewicht gegen die Eingangstür und torkelte leicht voran, fiel beinahe über die erste Treppenstufe, sammelte sich dann aber wieder und stieg die Stufen zur Wohnung hinauf. Als er die letzte Stufe erklommen hatte, sie wohnte nämlich ganz oben, blickte er zu Lineas Wohnungstür herüber und sah sie schon im Türrahmen lehnen. Erst jetzt wurde ihm irgendwie doch bewusst, wie seltsam sein Auf kreutzen hier war. Trotzdem ging er auf sie zu. Das ihre Haare wirr um den Kopf lagen und ihr Make-Up leicht verschmiert war, sah Jacob nicht wirklich, dafür hatte er einfach zu viel getrunken. Trotzdem kratzte er sich jetzt etwas verlegen am Hinterkopf, was gar nicht zu dem sonst so herrischen und bestimmenden Mann passte, der er eigentlich war. „Hey Süße… ähm Linea…“ verbesserte er sich und man konnte, wenn man denn nüchtern war, gut das leichte Lallen in seiner Stimme hören. „Also, ich… ich war grad auf der Ecke und dachte… ich dachte vielleicht hast du auch so viel Sehnsucht nach mir wie ich nach dir…“ faselte Jacob, der in diesem Augenblick wirklich die Vergangenheit zurück sehnte und damit also nicht mal Lügen erzählte. Kurz fiel sein Blick auf ihr Weinglas, blieb einige Sekunden daran hängen ehe er den Kopf wieder hob und sie mit einem fast kläglich wirkenden Hundeblick ansah und fragte: „Lässt du mich rein?“
Melde dich an, um die Signatur zu sehen.
